Mein bestes Weihnachtsgeschenk oder soll ich sagen bester Weihnachts-Krimi? Lol …
Ich sitze in der Notaufnahme. Schon wieder. Es fühlt sich an wie ein Déjá-vu. Mit unklarem Ausgang. Die Wunde von meinem Bein hat sich entzündet und wie es scheint, will sie nicht richtig zuwachsen. Ich habe ein Loch im Knöchel, durch das man bis auf die Titan-Platte schauen kann, die sich seit ein paar Wochen in meinem Körper befindet.
Zwei Stunden zuvor war ich noch bei der Ergotherapie, die mir zur Wundheilung verschrieben wurde. Und plötzlich sagte der Chef-Ergotherapeut, der die Wunde begutachten sollte: „Oha, da ist ja ein Loch!“ Schon war er darin mit der Pinzette unterwegs und klopfte auf Metall. „Hören Sie das? Das ist Ihre Titan-Platte. Sowas hab ich ja noch nie erlebt in meiner langjährigen Tätigkeit. Damit ist nicht zu spaßen. Sie müssen schleunigst einen Chirurgen aufsuchen, der Ihre Wunde richtig zunäht!“
Es ist vier Tage vor Weihnachten. In dieser Zeit rechnet man ja mit allem Möglichen, aber doch nicht damit. Oder sollte ich? Spätestens seit ich mir das Wadenbein zweimal gebrochen habe, verläuft nichts mehr nach Plan. Aber das ist ja eh mehr eine Illusion. Es ist gut, einen Plan zu haben, aber manchmal kommt es anders als gedacht. Wie sagte John Lennon so schön: „Leben ist das, was passiert, während du eifrig dabei bist, andere Pläne zu machen.“
So ernst wie sich das anhörte, hab ich mich natürlich gleich auf den Weg zum Krankenhaus gemacht. Nicht ahnend, dass ich da erstmal eine Weile bleiben würde. Mit mulmigem Gefühl im Bauch, weil ich an all die Horrorgeschichten dachte, die ich schon über Wundinfektionen gehört hatte. Von Beinamputation bis frühzeitigen Tod. Und dass der Ergotherapeut mit der Pinzette in der Wunde drin war, fühlte sich für mich nicht richtig an. Auch wenn er nur helfen wollte. Aber diese Gedanken wischte ich gleich wieder weg. Immer vom Besten ausgehen. Alles andere ist nicht zielführend. Wobei sich hier die Geister scheiden oder sagen wir die Gehirne.
Es ist tatsächlich so, dass es angeboren ist, ob wir mehr zu einem negativen oder einem positiven Blick auf die Dinge neigen. Der Neurowissenschaftler Richard Davidson hat dies in einer langjährigen Studie herausgefunden und gemeinsam mit Sharon Begley ein Buch darüber geschrieben. Es heißt „Warum regst du dich so auf? Wie die Gehirnstruktur unsere Emotionen bestimmt“. Es ist laut Untersuchungsergebnissen keinesfalls so, dass wir unseren Emotionen hilflos ausgeliefert sind. Durch Meditation und Achtsamkeit können wir unsere Fähigkeiten im Umgang mit ihnen beeinflussen und einen positiven Blick entwickeln.
Zum Glück gehöre ich zu den Menschen, bei denen das Glas immer halb voll ist. Denn Gott sei Dank hat mich meine Mutter mit ihrem unerschütterlichen Optimismus gesegnet. Immer dann, wenn alles aussichtslos erscheint, krame ich aus irgendeiner Ecke meines Gehirns einen Funken Hoffnung hervor und formiere daraus eine ganze Armada von Verteidigungsarmeen gegen das vermeintlich ausweglose Schicksal.
Inzwischen ist es halb sieben und ich warte immer noch. Kurz denke ich an den Krankenhaus-Film „Ratched“. Bin ich hier wirklich in guten Händen? Aber nein, das Leben ist kein Film. Auch wenn es sich manchmal so anfühlt, als würde man sich durchaus in selbigem befinden. Und hin und wieder mal in einem sehr schlechten.
Endlich werde ich aufgerufen und schmunzelnd stelle ich fest – ich lande erneut bei der selben Ärztin wie am Abend des Unfalls. Sie schaut mich staunend an und nach ein paar Untersuchungen bietet sie mir zwei Optionen an: Entweder nach Hause gehen und das Beste hoffen oder hier bleiben und die Wunde im OP hinsichtlich einer größeren Infektion mit Bakterien checken lassen. Ich entscheide mich tapfer für Option zwei, denn Option eins hatte ich in den letzten zwei Wochen schon praktiziert. Entzündet und geschwollen war die Wunde schon von Anfang an und eine Besserung schien nicht in Sicht zu sein.
Das hieß, Weihnachten und Silvester, wenn nicht sogar Ostern, im Krankenhaus zu verbringen. Aber es gab kein zurück, ich wollte heilen und nur Hoffnung allein schien mir nicht ausreichend zu sein. Dennoch habe ich Zweifel, denn das bedeutete eventuell noch größere Komplikationen, wenn die Wunde nicht von allein zuwachsen sollte. Mit Hilfe von speziellen Schwämmen und späterer Hautverpflanzung und in Folge dessen auch inklusive mehrerer OP’s bekäme man das Problem laut Ärztin dann üblicherweise in den Griff.
Diesmal werde ich in Haus zwei untergebracht. Wie sich herausstellt, ist das die Radioonkologische Station. In der Notfallstation war kein Bett mehr frei. Alles überfüllt vor Weihnachten. Natürlich. Ich frage mich, welche Lektion ich diesmal lernen soll. Warum bin ich auf der Krebs-Station gelandet? … Aber ein Einzelzimmer. Ich muss lächeln. Die kleinen Freuden sind manchmal so groß.
Es ist zehn Uhr abends und ich bin so verwirrt, dass ich meine Brille nicht mehr finde. Ich kann mich partout nicht mehr daran erinnern, wo ich sie das letzte Mal abgelegt hatte. Ich dachte, diese Eigenart entwickelt sich erst, wenn man achtzig ist. Argh! Und so halte ich das Krankenhaus auf Trab und lasse nach meiner Brille suchen. Ich bin mir sicher, dass ich sie bei der Blutentnahme vergessen haben muss. Doch die Brille ist unauffindbar.
Ich mache einen tiefen Seufzer und schiebe es auf den rückläufigen Merkur, der derzeit sein „Unwesen“ treibt. In den letzten Wochen sind viele komische Dinge passiert. Bestellte Taxis sind nicht erschienen, wichtige Papiere verloren gegangen, Missverständnisse in der Kommunikation ergaben sich unerwartet, alte Erinnerungen tauchten auf und demzufolge auch Schmerz, der gefühlt werden wollte… Und ich könnte die Liste so fortsetzen. Da passt die verlorene Brille doch gut rein, denke ich.
Zu allem Überfluss steht mein Auto im Halteverbot und ich muss noch einmal raus in den bis heute andauernden Regen, um es in das Parkhaus zu bringen. Ich beschließe, einfach stoisch alles mitzumachen, bis ich diesem „Irrenhaus“ wieder entkommen bin.
Wieder zurück in meinem Einzelzimmer setze ich mich auf mein Bett und schaue mich um. Und da liegt es, das Brillenetui mit meiner Brille! Es befand sich die ganze Zeit auf einem Tisch in der hintersten Ecke des Zimmers. Keine Ahnung, wie es da hingekommen war. Ha! Vielleicht bin ich ja doch irre und somit schon ganz richtig hier …
In dieser Nacht träume ich davon, dass ich zu einem Brunch eingeladen bin. Ich treffe Freunde und stehe mit ihnen am Buffet. Und zwar nackt. Aber das scheint wohl kein Problem zu sein. Irgendwie versuche ich mir Klamotten zu besorgen. Als ich endlich welche finde, stelle ich fest, dass es gar nicht meine sind. Zurück am Buffet beiße ich gedankenverloren in eine Karotte und dann durchfährt mich ein Schreck. „Oh nein! Ich darf doch gar nichts essen, morgen ist ja die OP! Mist, jetzt verschiebt sich wieder alles …“
Traum und Realität sind anscheinend eng miteinander verwoben, denn plötzlich geht die Tür auf und das Licht an. Ich brauche einen Moment, um zu realisieren, dass ich nicht mehr schlafe. Der Unfallchirurg, der nun in meinem Zimmer steht, teilt mir mit, dass heute keine OP stattfinden wird. Die Risiken und die Komplikationen, die mit einem Aufschneiden der Wunde verbunden sind, stünden nicht im Verhältnis zum jetzigen Zustand. Aber sie wollen mich noch einige Tage dabehalten, um zu schauen, ob sich die Entzündung verschlimmert.
Ich denke, ich spinne. Doch keine OP? Was war zuerst da. Der Traum oder der Chirurg? Vielleicht habe ich seine Gedanken telepathisch im Schlaf empfangen. Ich halte inzwischen alles für mögllich.
Es ist auch klar, warum ich in dem Traum nackt war. Ich habe nichts dabei. Ich bin einfach so ins Krankenhaus gefahren. Ohne Wechselkleidung, Zahnbürste und Co. Ich dachte, ich werde abends wieder zu Hause sein. Weit gefehlt …
Leider kann ich das Einzelzimmer nicht behalten und ich werde auf die Notfallstation verlegt. Ein Pfleger kommt herein und will mich mitnehmen. Ich frage mich, auf welche Weise ich wohl in das Nachbarhaus gelangen werde. Draußen schüttet es wie aus Kannen. Der Gedanke, da durch zu müssen, behagt mir ganz und gar nicht.
Oh Mann, ich bin schon ganz verweichlicht geworden, denke ich. Vor ein paar Wochen noch bin ich als Kurierin bei Wind und Wetter auf meinem Bike durch die Stadt gefahren. Und nun machen mir schon ein paar Meter etwas aus? Es ist wirklich seltsam. Irgendwie fehlt mir dieses Jahr eine Jahreszeit. Der Winter kommt in meinem momentanen Leben nicht wirklich vor. Es scheint fast so, als würde ich eine Saison überspringen. Meine aktuelle Jahreszeit ist Heilung. Und zwar auf allen Ebenen …
Auf meinem Nachttisch liegt ein Zettel, auf dem kurze Infos zu meinem Aufenthalt hier notiert worden sind. Neben Transportart steht: BETT. Ich muss mich fast kaputt lachen. Das hab ich ja noch nie gehört. Aber ich probiere alles einmal aus. Schließlich bin ich Abenteuer-Eva. Lol …Ich stelle mir vor, dass das Bett wie ein riesengroßer Kinderwagen fungiert, der mich von A nach B bringen soll. Auf besagtem Zettel ist auch eine Krankenschwester mit einer Spritze in der Hand abgebildet. Es ist etwas Diabolisches in ihrem Blick. Hmm … Ich weiß nicht … Vielleicht ist es doch ein Irrenhaus, getarnt als Krankenhaus. Wer weiß, wo der Pfleger mich jetzt hinbringt …
Überhaupt ist das Krankenhaus ein ganz eigener Planet mit eigenen Gesetzen und Regeln. Man kann viel beobachten und lernen. Gestern wies mich die Krankenschwester darauf hin, dass ich vor der OP zwar noch etwas trinken könne, aber nur einen halben Schluck. Interessant. Ich wusste gar nicht, dass es diese Maßeinheit gibt.
Mein BETT setzt sich in Bewegung und der Pfleger schiebt mich durch die Gänge. Dann fahren wir in den Keller. Oha, jetzt geht’s los. Sie entnehmen mir meine Organe und verkaufen sie heimlich bei Ebay … Ich habe keine Ahnung, wo wir sind. Im Keller sieht es aus, als wären wir in den Katakomben einer alten Metro-Station gelandet. An der Wand befinden sich lange, dicke Rohre und überall laufen Bauarbeiter herum.
Aber dann checke ich es. Der Keller ist eine intelligente Lösung, um dem Unwetter da draußen zu entkommen. Und ich habe das Krankenhaus nun auch nochmal aus einer anderen Perspektive gesehen. Also doch kein Horrorfilm …
Nach einer gefühlten Ewigkeit steigen wir wieder in einen Fahrstuhl und es geht in den dritten Stock. Wir sind in der Notfallstation angekommen. Meinem Zuhause für die nächsten Tage. Diesmal teile ich mir mein Zimmer wieder mit einer Omi. Aber mein Seelenfrieden wird erneut auf die Probe gestellt. Denn nun muss ich mich mit den Problemen der Protagonisten aus „Rote Rosen“, „Der Bergdoktor“ und Co auseinandersetzen. Und das gefühlt rund um die Uhr. Die Omi scheint sich eine Soap Opera nach der anderen reinzuziehen.
Zu allem Überfluss zeigt der Akku auf meinem Handy nur noch fünf Prozent an. Nichts gegen Detox, aber gerade jetzt wäre ich den Alexandras und Pauls aus „Sturm der Liebe“ und wie sie alle heißen, liebend gern entkommen und hätte mich einfach hinter meinem eigenen Bildschirm versteckt. Das Personal kann mir auch kein Ladekabel leihen, denn es darf seine Handys nicht im Krankenhaus aufladen. Das wäre Stromklau, sagen sie … In Zeiten der Erhöhung von Heiz- und Stromkosten und allgemein in Zeiten der steigenden Inflation treibt das Leben eben absurde Blüten.
Stattdessen frage ich mich, was ich diesmal lernen soll. Ich war doch vor ein paar Wochen schon mal hier. Ich dachte, das Thema „Krankenhaus“ sei abgeschlossen. Ich war ja sogar schon auf dem Weihnachtsmarkt und habe mein erstes Etappenziel mit Glühwein gefeiert. Was fehlt denn noch? Wo braucht es noch ein Fine-Tuning in dieser Geschichte?
Die Antwort kommt sehr bald. In einer Werbepause habe ich die Gelegenheit, meine Zimmernachbarin und ihre Krankengeschichte kennen zu lernen. Sie hat genau das hinter sich bzw. steckt sogar noch in dem drin, was mir vielleicht bevorsteht. Seit September liegt sie nun schon im Krankenhaus und erst seit zwei Wochen ist sie von den Bakterien befreit, die seit Monaten in ihrem Körper ihr Unwesen treiben. Aufgrund dessen hat sie nun auch ihr zweites Kniegelenk verloren und ihre Wunde muss mit einem Schwamm ausgekleidet werden, der jede Woche während einer OP erneuert wird. Danach erfolgt die Hautverpflanzung, um alles endgültig zu verschließen.
Wir unterhalten uns und ich stelle fest, auch sie ist eine Optimistin. In ihrer Situation könnte man eigentlich vom Glauben abfallen und ja, sie wollte schon ein paar Mal am liebsten aus dem Fenster springen. Aber da sie nicht laufen kann, stand ihr diese Möglichkeit nicht zur Verfügung. Offensichtlich ist ihre Zeit hier in diesem Leben noch nicht zu Ende. Wer weiß, wem sie mit ihren Gedanken in Zukunft noch Inspiration schenken soll.
Die Unterhaltung mit ihr hat mir genügend Denkanstöße gegeben. Vielleicht sollte ich noch einmal sehen, wie kostbar das Leben ist. Wie gut ich es habe in meinem Gewächshaus zu Hause, in dem ich dieses Jahr überwintern darf. Dafür lasse ich auch mal eine Jahreszeit aus. Wie dankbar ich meinem Körper sein kann, dass er sich mit vereinten Kräften bemüht, mich davor zu bewahren, mehrere Monate im Krankenhaus zu liegen.
Vielleicht war es noch zu früh für den Weihnachtsmarkt. Vielleicht wollte ich den Heilungsprozess zu sehr erzwingen. Man kann den zweiten Schritt nicht vor dem ersten tun. Aber erst jetzt weiß ich so richtig, warum. Im wahrsten Sinne des Wortes. Die Raupe dachte wohl, sie wäre schon ein Schmetterling …
Am Nachmittag kommt meine Tochter zu Besuch. Alles, was sie von meiner Liste mit den Dingen für’s Krankenhaus mitbringt, ist mein Ladekabel. Aus Zeitgründen, denn auch sie hat inzwischen einen Alltag zu managen. Aber den Besuch bei mir wollte sie nicht verpassen. Und so musste sie sich schnell auf den langen Weg zu mir machen. Hahaha, sie weiß eben, was wichtig ist. Schließlich ist sie ein Teenager.
Während mein Akku daran arbeitet, mich wieder mit der Außenwelt zu verbinden, haben wir Spaß außerhalb des Krankenzimmers. Wir machen Fotos von zweideutig geformten Birnen, die in der Besucherecke zum Verzehr angeboten werden.
Als ich später wieder in meinem BETT liege, denke ich daran, wie geduldig ich geworden bin. Noch geduldiger als vor dem Unfall. Ich bin demütig geworden. Dem Leben und dem Universum gegenüber. An Weihnachten und Silvester im Krankenhaus zu liegen, macht mir nichts aus. Früher wäre das einen kleinen Untergang wert gewesen. Doch nun nehme ich es einfach, wie es kommt. Es ist okay. Es ist, wie es ist. Aber es tut mir leid für meine Kinder, die sich auf Weihnachten mit mir zu Hause gefreut hatten. Auch sie müssen sich in Geduld üben. Auch an ihnen geht nicht spurlos vorbei, was ich seit einigen Monaten erlebe. Und auch sie wird es prägen.
Am nächsten Morgen betritt eine ganze Entourage an Ärzten und Pflegepersonal unser Krankenzimmer. Sie versammeln sich um mein Bett und ein junger Assistenzarzt beginnt mit der Visite. Während ich versuche, seinen Worten zu folgen, reibe ich mir den Schlaf aus den Augen. Es ist eben gar nicht meine Uhrzeit als echte Nachteule. Und so bekomme ich nur mit halbem Ohr mit, was der Chefarzt sagt: „Wir haben beschlossen, sie nicht zu operieren. Das Risiko ist zu groß. Sie dürfen heute wieder nach Hause. SCHONEN Sie sich. Legen sie sich unter den Weihnachtsbaum und lassen Sie sich verwöhnen.“ Aha, unter dem Weihnachtsbaum macht man das jetzt also. Lol …
Wie benommen, mache ich mich daran, meine wenigen Sachen zu packen. Ich verabschiede mich von meiner Zimmernachbarin und während ich mit dem Fahrstuhl nach unten fahre, versuche ich zu realisieren, welch Geschenk mir soeben zu Teil wurde. Ich steige ins Auto mit einem Lächeln auf den Lippen, als wäre ich gerade nochmal dem Tod entronnen. Oder dem Irrenhaus. Details …
Erst jetzt, da ich hier am Schreibtisch sitze, kann ich mein Glück richtig fassen. Ich habe alles, was ich brauche. Und das meine ich nicht im materialistischen Sinne, sondern in Bezug auf meine Zufriedenheit. Es ist jetzt gerade alles gut, so wie es ist. Es fehlt mir nichts. Vielleicht gibt es da noch eine Kirsche auf der Torte. Aber die kommt, wenn sie kommt oder auch nicht. Ich bin allein zu Hause, doch ich fühle mich nicht einsam. Ich weiß, dass ich verbunden bin, mit allem.
Es fühlt sich an, als wäre ich im Nirvana gelandet. Haha oder liegt das an dem Fragmin, das mir der Dealer meines Vertrauens aka meine Apotheke um die Ecke in regelmäßigen Abständen liefert und welches ich mir jeden Abend auf Grund des Thrombose-Risikos spritzen muss?
Das ist wohl der Zustand, den man Bliss nennt. Wenn man sich ungeachtet der äußeren Umstände in einem Moment vollkommener innerer Ruhe und Ausgeglichenheit befindet. So etwas kann einen nur das Leben lehren. Oder ein Wadenbeinbruch, die Liebe und das Vertrauen in das Unbekannte. Ich bin im JETZT angekommen. Da, wo ich schon immer war. Ich hatte es nur nicht bemerkt.

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